Brose Bamberg chancenlos gegen Vitoria

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Am 27. Spieltag in der Euroleague blieb das bereits ausgeschiedene Team von Brose Bamberg zuhause gegen Vitoria ohne Glück. Die Bamberger verloren das Heimspiel gegen Vitoria Gasteiz deutlich mit 71:96. Ein verrücktes Spiel, in welchem Andrea Trinchieris Schützlinge zu Beginn nichts zustande brachten und am Ende deutlich verloren. Das Kuriose: Die Stats der beiden Mannschaften waren nach dem Spiel fast identisch – bis auf einen Wert.

Zweites Low-Score-Game für Bamberg in Folge. Nach der empfindlichen Niederlage am Sonntag in München war Brose Bamberg auf Wiedergutmachung besinnt. „Aufbaugegner“ sollte am Dienstagabend in der Brose Arena Vitoria Gasteiz sein. Bamberg konnte zwanglos spielen, da Andrea Trinchieris Team in der Euroleague schon vor dieser Partie nicht mehr weiterkommen konnte.

brose-bamberg-21-03-2017

Tiefschlaf

Trinchieri, der nach wie vor auf die verletzten Janis Strelnieks und Kapitän Elias Harris verzichten muss, brachte am Anfang eine bewährte Formation: Fabien Causeur, Nicolo Melli, Nikos Zisis, Darius Miller und Leon Radosevic.

Die Hausherren erwischten einen sehr schlechten Start und lagen bereits nach knapp zwei Minuten mit 0:8 im Rückstand, darunter durch zwei Dreier in Folge von Shane Larkin. Tatsächlich wollte den Bambergern im ersten Viertel offensiv nichts gelingen. Die aggressive Defense der Gäste schaltete die Starting Five der Bamberger komplett aus. Vitoria hingegen punktete. Nach dem ersten Viertel stand es 28:11 aus Sicht der Gäste, Chase Budinger zu diesem Zeitpunkt mit zehn Punkten.

Im zweiten Viertel legte Bamberg defensiv einen Gang zu und die Dreier fielen auch: Patrick Heckmann, Daniel Theis und Jerel McNeal waren erfolgreich von draußen.

Vergebliche Bemühungen

Brose kam Stück für Stück wieder heran (22:36). Es ging recht physisch zur Sache, Vitoria teilte kräftig aus. Bambergs Youngster Louis Olinde traf von der Dreipunktelinie, nachdem Jerel McNeal die gesamte Hintermannschaft Vitorias schwindlig gespielt hatte. Darauf der Inside-Pass zu Leon Radosevic, der Olinde in der linken Ecke anspielte (27:39). Doch die Aufholjagd erhielt kurze Zeit später einen herben Dämpfer. Nach einem Foul von Louis Olinde beschwerte sich Bambergs Coach Andrea Trinchieri zu vehement und bekam dafür das technische Foul.

Vitorias Abgeklärtheit

Die fälligen Freiwürfe verwandelten die Gäste, außerdem nutzten sie den darauf folgenden Einwurf für einen erfolgreichen Dreier (34:49).  Die Bamberger fanden aufgrund der starken Mann-gegen-Mann-Verteidigung Vitorias erneut keinen Zugang zum Korb. Der Halbzeitstand betrug

Im dritten Viertel bot sich den Zuschauern in der Brose Arena ein ähnliches Bild, wie in der ersten Hälfte. Zwar war die Heimmannschaft sehr bemüht, den Anschluss zu halten, doch fehlte oftmals die letzte Konsequenz im Abschluss. Andrea Trinchieris Spieler wirkten müde und kraftlos und gerieten weiter ins Hintertreffen. 53:74 lautete der Spielstand nach 30 Minuten.

Ein letztes Aufbäumen

Das letzte Viertel gehörte Bambergs Lucca Staiger, der mit drei erfolgreichen Dreiern noch einmal ein Zeichen setzte, wenn auch unerheblich für den restlichen Spielverlauf. Zudem brachte er Stabilität in die Bamberger Defense. Unter dem Strich stand ein für Vitoria völlig ungefährdeter 96:71-Sieg gegen überforderte, müde Bamberger, denen das Bayern-Spiel vom Sonntag wohl in den Knochen steckte. Beste Scorer wurden Jerel McNeal (Bamberg), Shane Larkin und Chase Budinger (beide Vitoria) mit jeweils 17 Punkten. Das Kuriose: den Unterschied am Ende machten einzig die Zweipunktetreffer (Bamberg 38 %, 63 %), die übrigen Werte waren nahezu identisch bzw. ähnlich. Einige Leistungsträger blieben heute unter ihren Möglichkeiten.

Am Donnerstag geht für Brose schon weiter in der Euroleague. „Freak City“ gastiert dann in Mailand. Am Sonntag kommt dann der BBL-Tabellenführer aus Ulm in die Frankenhölle.