Bamberg: Arbeitssieg für Brose Baskets

0
461

Die ärgerliche Niederlage von Bamberg gegen Mailand in der Euroleague ist keine fünf Tage alt da heißt es für die Brose Baskets wieder: Voller Fokus auf die Beko Bundesliga. Gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig musste am späten Sonntagnachmittag eigentlich ein Pflichtsieg her.

Aber dieses Sieg sollte am Ende knapper werden, als vorher angenommen. Doch der Reihe nach: Die Brose Baskets starteten mit zwei Änderungen in der Starting Five in das Spiel. Coach Chris Fleming setzte diesmal auf Rakim Sanders statt Casey Jacobsen und Zack Wright als Point Guard. Die ersten Punkte der Partie gingen auf das Konto von Center Maik Zirbes. Doch das Team aus Braunschweig konterte mit einem Dreier durch den ehemaligen Ulmer Isaiah Swan.

brose baskets bambergNach fünf Minuten lagen die Brose Baskets mit 11:8 Punkten vorne. In der Anfangsphase eroberte das Team aus der Domstadt in der Verteidigung gute Bälle und spielte schnell nach vorne. Doch dann wendete sich das Blatt: Die Braunschweiger kamen immer näher heran und führten nach schönen Aktionen mit 16:18. Diese Führung nahmen die Niedersachsen auch mit ins zweite Viertel, nachdem der letzte Wurf von Smith nur knapp das Ziel verfehlte.

Völlig von der Rolle

Die Braunschweiger starteten mit einem Dreier in das zweite Viertel, bis schließlich Anton Gavel seine Bamberger in Führung brachte. 25:23 hieß es 15 gespielten Minuten. Die Bamberger versuchten anschließend durch viele Einzelaktionen das Spiel zu gewinnen. Der Unmut machte sich nun auch bei den Fans breit.

Dachte man noch, die Mannschaft hätte aus dem Spiel gegen Mailand etwas gelernt, standen auf dem Feld nun völlig neben sich stehende Bamberger. Die Brose Baskets verlegten vorne oftmals den Ball und konnten dann nicht schnell genug von Offense in Defense umschalten, was den Braunschweigern einfache Körbe ermöglichte. Die Bamberger gingen mit einem Drei-Punkte-Rückstand in die Kabine (32:35).

Zu viele Fehler im Bamberger Spiel

Man konnte sich die lautstarke Ansage von Chris Fleming in der Brose Baskets Kabine förmlich vorstellen. Die Brose Baskets agierten nun etwas besser unter dem Korb und konnten nach 25 gespielten Minuten zum 43:43 ausgleichen. Die Fans hofften nun, dass die Mannschaft es endlich begriffen hatte. Doch die Braunschweiger lieferten ein tolles Spiel ab und machten den Brose Baskets das Leben extrem schwer. Eiskalt schlossen sie vorne ab und führten mit 49:54.

Dann traf auch endlich wieder der Captain Casey Jacobsen seinen von den Fans langersehnten Dreier und brachte seine Bamberger auf 53:54 heran. Als Anton Gavel gleich mit einem Dreier anschloss, schöpfte die Halle wieder neue Hoffnung. Doch die Brose Baskets kamen über einen Gleichstand nicht hinaus und gingen mit einem 60:60 in das vierte Viertel.

Die Letzten Sekunden entscheiden das Spiel

Einen Schönheitspreis wird dieses Spiel nicht gewinnen, so viel war auf jeden Fall sicher. Die Bamberger konnten sich zwischenzeitlich auf 73:65 absetzen, doch Braunschweig hatte heute einen grandiosen Tag erwischt. Oder das Team um Chris Fleming einen extrem schlechten. Das bleibt Ansichtssache.

Ohne Anton Gavel und Sharrod Ford, die beide mit fünf Fouls vom Feld mussten, ging Bamberg in die letzten 14,1 Sekunden. Bei einem Stand von 77:77. Es kam das schnelle Foul von Braunschweig, doch Zack Wright konnte nur einen der zwei Freiwürfe verwandeln. Die New Yorker Phantoms Braunschweig hätten mit dem letzten Angriff das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden können, doch der letzte Wurf saß nicht. Karsten Tadda wurde noch einmal an die Freiwurf-Linie geschickt und Bamberg sicherte sich schließlich den knappen 79:77-Sieg.

Will man in der Euroleague das nächste so wichtige Spiel gegen Zalgiris Kaunas gewinnen, muss sicherlich eine bessere Einstellung und Teamleistung her. Aber die Mannschaft hat nun vier Tage Zeit, um das Spiel zu analysieren und aus den Fehlern zu lernen.